Damals und heute
Unbestätigten Gerüchten zufolge hat sich meine Begeisterung für das Aufspüren von Fehlern schon sehr früh gezeigt …

Während der Schulzeit – 1979 bis 1990 – musste ich mich noch mit Fächern wie Erdkunde, Biologie und Sport herumschlagen, die mich von meiner großen Leidenschaft ablenkten.
Das änderte sich ab 1991, als ich während des Germanistikstudiums an der LMU in München vor allem in einer Vorlesung zur Neuregelung der deutschen Rechtschreibung (im Jahr 1996) voll auf meine Kosten kam. Zum ersten Mal wurden mir die Schwächen der sogenannten Reform einen Sommer lang und breit vor Augen geführt.
Man könnte meinen, hier wäre ich genug abgeschreckt worden, aber nein, ich musste es unbedingt herausfordern. Zum Ende des Studiums ging es von der Theorie ins Praxisgetümmel – Start frei fürs freiberufliche Lektorat. Seit 1998 betreu(t)e ich Zeitschriften, Bücher, Internetauftritte und andere Sachpublikationen; unter anderem für akzente kommunikation und beratung, Ariadne-Buch, den Börm Bruckmeier Verlag, MAVIS®, PUBLICOM advertising network, das Laufmagazin RUNNER’S WORLD und das Bayerische Staatsministerium des Innern.
Die Rechtschreibreform stellte noch mal ihre Wandlungsfähigkeit unter Beweis: 2004 gab’s die kleinere Revision, die es auch schon in sich hatte; 2006, genau zehn Jahre nach der Erstfassung, folgte die große Renovierung. Und nun war die Verwirrung bei vielen Anwendern perfekt.
Das war der Anlass, ein altes Projekt wiederzubeleben: Wissen nicht nur anzuwenden, sondern auch gezielt weiterzugeben. So entstand im selben Jahr der Workshop “Rechtschreibung – sicher und souverän anwenden” und daraus 2009 der gleichnamige Reader.
Das Blog “kuhhaut” (seit 2008 online) vereint nun meine Aktivitäten rund um die Rechtschreibung und verwandte Themen.
