Die “kuhhaut”

Die Einführung der neuen Rechtschreibung fiel mit dem Beginn meiner Berufslaufbahn zusammen. Seit zehn Jahren arbeite ich als freie Lektorin, und in dieser Zeit ist mir der Spruch “Das geht ja auf keine Kuhhaut” unzählige Male in den Sinn gekommen.

Eines Tages las ich, dass der Ausruf auf eine mittelalterliche Erzählung zurückführt: Danach wurden die Sünden der Menschen auf Tierhäuten festgehalten – die gesammelten Verfehlungen passten nicht einmal auf Kuhhäute. Bingo!

Ob man die neuen Rechtschreibregeln als Verfehlungen betrachten will, bleibt jedem selbst überlassen. Mindestens aber platzen sowohl ihre Unterregeln als auch die drölftausend Schreibvarianten inzwischen aus allen Nähten.

Trotzdem ist die Rechtschreibung immer noch in den Griff zu bekommen. Das Know-how dazu vermittle ich durch den Reader “Rechtschreibung – sicher und souverän anwenden” und den gleichnamigen Workshop.

Hier liegt der Ursprung dieses Blogs. Es hat den Workshop ergänzt und fortgesetzt. Inzwischen ist mehr daraus geworden: eine komplette Webpräsenz zum Thema Rechtschreibung mit dem weiterhin kostenfreien Blog und Quiz sowie den Angeboten Reader und Workshop. Das Lektorat (früher unter lektom.de) hat nun ebenfalls unter kuhhaut.de sein neues Zuhause gefunden und wurde um den Bereich Vereinheitlichung erweitert.

Alle, die sich mit Rechtschreibtücken plagen oder an dem Thema Interesse haben, sind eingeladen, auf dem Blog zu stöbern und sich zu beteiligen. Viel Spaß dabei!



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