Mag Google Rechtschreibung?
Über die Rechtschreibung im Internet gibt es geteilte Meinungen. Die einen halten das WWW für eine Art Hort des organisierten Analphabetentums; die anderen denken, solange man Texte irgendwie verstünde, wäre jeder Gedanke an korrekte Schreibung überflüssig.
Gerade für diejenigen, die sich damit befassen, ihre Seiten googlefreundlich zu gestalten, könnte das Thema Rechtschreibung relevanter sein, als sie bislang ahnten. Martin Mißfeldt hat sich in seinem tagSEOBlog damit auseinandergesetzt. Ausgangspunkt ist Mißfeldts Beobachtung, dass Seiten mit korrekter Rechtschreibung stets auf vorderen Plätzen lägen. Außerdem bietet Google Alternativvorschläge, wenn man sich mal verschrieben hat.
Mißfeldt hat ein interessantes Experiment veranstaltet, das er im verlinkten Artikel ausführlich beschreibt, es sei hier nur kurz zusammengefasst.
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Löchern Sie mich ruhig
Man wird zurzeit überschwemmt mit neuen Web-2.0.-Diensten und -Angeboten aller Art, aber wenn man etwas braucht, ist es nicht dabei. Seit geraumer Zeit bin ich auf der Suche nach einer unkomplizierten Möglichkeit, Ihnen zu ermöglichen, unverbindlich kleine Rechtschreibfragen und -problemchen loszuwerden. Zunächst dachte ich an Twitter – dieser Kandidat ist auch noch nicht aus dem Rennen. Aber nicht jeder hat sich dort angemeldet oder kennt sich damit aus.
Da kam in Gestalt eines interessanten Beitrags von perun ein anderer Dienst des Weges, der das zu bieten scheint, wonach ich suchte. Das ist einen Versuch wert, zumal der Ablauf denkbar einfach ist.
In der rechten Navigationsleiste finden Sie die neue Kategorie “Wo man mich im Netz findet”, dort ist der Link zu meiner formspring.me-Seite angegeben. Und da können Sie dann ohne Anmeldung anonym draufloslegen. Selbstverständlich freue ich mich ebenso, wenn Sie als registrierter Nutzer Fragen stellen.
Das Ganze ist ein Experiment. Ich behalte mir auch vor, Fragen, die thematisch irrelevant sind, unbeantwortet zu löschen oder die Antwort ob ihrer Komplexität auf einen anderen Kommunikationskanal zu verlegen. Garantie auf Antwort und Turbogarantie gibt’s natürlich nicht. Und kann es sein, dass die Spammer und Scherzkekse mich mehr löchern als Sie. Oder vielleicht sind Sie alle so fit, dass Sie mir gar keine Fragen stellen wollen.
Aber probieren wir’s doch einfach mal aus.
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Es ist vollbracht
Es gab zwei Fragen, die andere und ich selbst mir in letzter Zeit gestellt haben: Wozu bist du mit zwei Auftritten, die thematisch verwandt sind, im Internet vertreten? Und: Gibt’s den Reader zum Workshop auch separat zu kaufen? Zudem hinkte der “kuhhaut”-Auftritt einfach seiner eigenen Entwicklung hinterher.
Nun ist der große Umbau fertig – ein Dank auch an die beste aller Webmasterinnen. Was ist neu?
1. Statt des alleinigen Workshop-Angebots finden Sie mehrere Leistungen unter einem Dach versammelt: Lektorat, Vereinheitlichung und Workshop.
2. Ich habe den Reader noch mal grundlegend überarbeitet – an dieser Stelle möchte ich mich sehr herzlich bei meinem Lektor Dr. Olaf Krause für sein positives Feedback und viele wertvolle Anregungen bedanken.
3. Das Blog hatte seine strenge Ausrichtung auf die Nachbereitung des Workshops längst aufgegeben, der Radius wird sich auch zukünftig erweitern.
4. Die “kuhhaut” zwitschert. Das fühlt sich erst mal eigenartig an, daran muss ich mich gewöhnen; es hat aber durchaus Potenzial, sinnvoll genutzt zu werden – neben allem Spaß an der Freud, der auch sein darf.
In diesem Jahr geht es spannend los. Und genau das wünsche ich auch Ihnen – viele schöne, inspirierende Projekte, Erfolg und vor allem Gesundheit und Freude!
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Großes Eszett
Die Nachricht ist schon ein paar Monate alt, aber vielleicht noch nicht jedem bekannt: Das Alphabet bekommt Zuwachs. Ausgerechnet dem Eszett hat die ISO (Internationale Organisation für Normung) den Rücken gestärkt – jenem Buchstaben, den einige gerne abschaffen würden.
Wenn Sie IN MASSEN ESSEN wollten, dann haben Sie das in einer Überschrift bislang mit Doppel-s verschriftlicht. Beim Lesen wusste man nicht so recht, ob man sich einschränken musste oder richtig zulegen durfte. Immer vorausgesetzt, die technischen Voraussetzungen sind gegeben, können Sie zukünftig in Überschriften durch das scharfe s Klarheit schaffen. Ob das ästhetisch ein Gewinn ist, steht auf einem anderen Blatt (schöner als in meinem Beispiel sieht’s bestimmt aus, ich bin kein Bildbearbeitungsprofi):
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Die einschlägige Rechtschreibregel ändert sich nicht – nach deutscher Rechtschreibung wird also weiterhin in Überschriften ß durch ss ersetzt. Niemand muss den Großbuchstaben ß verwenden.
Etwas kurios ist es schon, dass der Buchstabe einerseits von der ISO als Norm vorgegeben wird, andererseits nicht durch Rechtschreibregeln gedeckt ist. Aber wir haben uns an viel Kurioses gewöhnt, und letztlich werden die Anwender entscheiden, ob sie das große ß ins Herz schließen oder alles beim Alten bleibt. Diese Lizenz zur Freiheit stellt ihnen auch Kerstin Güthert, die Pressesprecherin des Rates für deutsche Rechtschreibung, aus.
Nach- und weiterlesen bei Heise und welt.de
http://www.heise.de/newsticker...ale-Norm–/meldung/109945
http://www.welt.de/kultur/arti...ukunft_fuer_das_grosse_ss.html
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