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	<title>keine kuhhaut &#187; Reflexionen</title>
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	<description>Rechtschreiben, bis das Tor fällt</description>
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		<title>Ist Rechtschreibung jugendfrei?</title>
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		<pubDate>Wed, 01 Dec 2010 14:11:12 +0000</pubDate>
		<dc:creator>sato</dc:creator>
				<category><![CDATA[In eigener Sache]]></category>
		<category><![CDATA[Über den Tellerrand geblickt]]></category>
		<category><![CDATA[News]]></category>
		<category><![CDATA[Reflexionen]]></category>

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		<description><![CDATA[Man kann sich die Bezeichnungen Jugendmedienschutz-Staatsvertrag, Jugendmediendienstestaatsvertrag oder JMStV schon mal merken. Kurz und verknappt gesagt geht es dabei darum: Der deutsche Teil des Internets soll ab 2011 quasi einer FSK-Regelung unterworfen werden, so wie beim Film.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Man kann sich die Bezeichnungen Jugendmedienschutz-Staatsvertrag, Jugendmediendienstestaatsvertrag oder JMStV schon mal merken. Kurz und verknappt gesagt geht es dabei darum: Der deutsche Teil des Internets soll ab 2011 quasi einer FSK-Regelung unterworfen werden, so wie beim Film. Die Diskussion &#252;ber die Weltfremdheit und Zensurgeilheit (dieses Wort kann ich mir wahrscheinlich 2011 nicht mehr leisten <img src='http://www.keinekuhhaut.de/wp-includes/images/smilies/icon_mrgreen.gif' alt=':mrgreen:' class='wp-smiley' />  ) von Politikern ist in vollem Gange. Ebenso &#252;ber die Frage nach der Vergleichbarkeit von Internet und Filmvertrieb bzw. -verleih und den Sinn von landesexklusiven Regelungen dieser Art. Google hilft hier weiter; einen interessanten &#220;berblick bietet beispielsweise <a title="Telemedicus stellt Material zum JMStV vor" href="http://www.telemedicus.info/article/1906-Lesenswertes-Material-zum-JMStV.html" target="_blank">Telemedicus</a>.</p>
<p>Vermutlich hat das Theater um die neue Rechtschreibung der Jugend mehr Schaden zugef&#252;gt als so mancher FSK-18-Film, aber das ist nat&#252;rlich nur ein Scherz. <img src='http://www.keinekuhhaut.de/wp-includes/images/smilies/icon_wink.gif' alt=';-)' class='wp-smiley' />  So wenig ernst man den JMStV nehmen m&#246;chte, so wenig kommt man doch um ihn herum. Auch ich frage mich: Was nun? Etwa ebenfalls <a title="Heise-Artikel &#252;ber VZlog.de, das 2011 aufgibt" href="http://www.heise.de/newsticker/meldung/Blog-macht-wegen-neuem-Jugendschutzgesetz-dicht-Updates-1144566.html" target="_blank">dichtmachen</a>?</p>
<p>Wenn ich das richtig sehe, muss ich mir im Gro&#223;en und Ganzen keine neuen grauen Haare wachsen lassen. Vielleicht besteht sogar die M&#246;glichkeit, f&#252;r die <em>kuhhaut </em>das Nachrichtenprivileg des § 5 VIII in Anspruch zu nehmen. Oder darf ich das gar nicht, weil ich gleichzeitig gewerbliche Angebote f&#252;hre? Muss ich auf jeden Fall einen Jugendschutzbeauftragten nennen? Ja und nein oder auch vielleicht bzw. vielleicht nicht, weil nix Genaues wei&#223; zurzeit eigentlich niemand so recht. Die fachlichen und um Beruhigung bem&#252;hten Hinweise – beispielsweise des gesch&#228;tzten <em><a title="" href="http://www.lawblog.de/index.php/archives/2010/12/01/warum-blogger-gelassen-bleiben-konnen/" target="_blank" class="broken_link">law blog</a></em> – sind wertvoll. Es lohnt sich aber auch, die Kommentare zu lesen, die zum Teil durchaus berechtigte Zweifel am Vetter’schen Optimismus beisteuern. Der Teufel liegt im verschieden auslegbaren Detail und in der Praxis.</p>
<p>Ich frage mich beispielsweise: Wie sieht es denn mit Verlinkungen aus? Wenn mein Blog rein und fein ist, ich aber auf ein Blog verweise oder verlinke, das im 4536. Artikel das Wort <em>f&#8230; </em>f&#252;hrt, habe ich mich dann selbst &#8220;beschmutzt&#8221;?</p>
<p>Momentan tut sich politisch ein klein wenig Hoffnung auf, denn zumindest die Gr&#252;nen <a title="Telopolis &#252;ber die Richtungswechsel bei den Gr&#252;nen in Sachen JMStV" href="http://www.heise.de/tp/r4/artikel/33/33758/1.html">wachen</a> wohl gerade auf. Die Betonung liegt auf klein, weil ich den Graben zwischen Politik und Vernunft f&#252;r un&#252;berbr&#252;ckbar halte.</p>
<p>Fest steht: Es gibt die n&#228;chsten Tage reichlich Lekt&#252;re, um sich mehr Durchblick zu verschaffen. Ich halte f&#252;r alle F&#228;lle schon mal nach einem Jugendschutzbeauftragten Ausschau.</p>
<h3>Erg&#228;nzende Artikel [Edit]</h3>
<p><a title="Stefan Engelns Antwort auf Udo Vetter" href="http://www.engeln.de/2010/12/01/jmstv-blogger-und-die-lasslichen-einschatzungen/">http://www.engeln.de/2010/12/0...die-lasslichen-einschatzungen/</a></p>
<p><a title="Eine weitere Widerrede vom Pottblog" href="http://www.pottblog.de/2010/12/02/warum-udo-vetter-und-robert-basic-sich-in-sachen-jugendmedienschutz-staatsvertrag-jmstv-und-die-auswirkungen-auf-blogs-irren/" target="_blank">http://www.pottblog.de/2010/12...-auswirkungen-auf-blogs-irren/</a></p>
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		<title>selbst&#228;ndig oder selbstst&#228;ndig &#8211; ein alter Streit</title>
		<link>http://www.keinekuhhaut.de/2010/11/10/selbstaendig-oder-selbststaendig/</link>
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		<pubDate>Wed, 10 Nov 2010 15:27:59 +0000</pubDate>
		<dc:creator>sato</dc:creator>
				<category><![CDATA[Laut-Buchstaben-Zuordnung]]></category>
		<category><![CDATA[Entscheidungshilfen]]></category>
		<category><![CDATA[Reflexionen]]></category>

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		<description><![CDATA[Fr&#252;her habe ich nicht dar&#252;ber nachgedacht, dass das Wort selbst&#228;ndig auch mit zwei st geschrieben werden k&#246;nnte. Bis zu jenem Tag in der germanistischen Sprachfertigkeitsklausur, die zwischen Grund- und Hauptstudium stand: Die Aufgabe bestand darin, einen Text zu korrigieren. Pl&#246;tzlich ein Blackout, Unsicherheit &#8211; stimmt selbst&#228;ndig? Oder hei&#223;t es nicht doch selbstst&#228;ndig? Auch das Hilfsmittel [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Fr&#252;her habe ich nicht dar&#252;ber nachgedacht, dass das Wort <em>selbst&#228;ndig</em> auch mit zwei <em>st</em> geschrieben werden k&#246;nnte. Bis zu jenem Tag in der germanistischen Sprachfertigkeitsklausur, die zwischen Grund- und Hauptstudium stand: Die Aufgabe bestand darin, einen Text zu korrigieren. Pl&#246;tzlich ein Blackout, Unsicherheit &#8211; stimmt <em>selbst&#228;ndig</em>? Oder hei&#223;t es nicht doch <em>selbstst&#228;ndig</em>? Auch das Hilfsmittel &#8220;Notieren und schauen, was korrekt aussieht&#8221; half nicht. Tja, ich korrigierte <em>selbst&#228;ndig</em> in <em>selbstst&#228;ndig</em> und konnte das dann sp&#228;ter immerhin als Anekdote aus dem Land der totalen Peinlichkeit verwenden. Lachen Sie nur.</p>
<p>Drei Jahre nach der Klausur w&#228;re die Korrektur nur &#252;bereifrig, aber nicht mehr falsch gewesen. Schade &#252;berdies, dass ich damals nicht wusste, was ich heute wei&#223;.</p>
<p><span id="more-2357"></span></p>
<h2>Ein Wort, drei Meinungen</h2>
<p>Zur Schreibung des Wortes <em>selbst(st)&#228;ndig</em> sind im Wesentlichen zwei Positionen g&#228;ngig:</p>
<p>1. An den Stamm <em>selb-</em> (den wir z. B. von <em>selber</em> kennen, der also durchaus noch existiert) wird <em>st&#228;ndig</em> rangeh&#228;ngt, darum hei&#223;t es <em>selbst&#228;ndig</em>. Die seit 1996 zugelassene Form <em>selbstst&#228;ndig</em> ist eine weitere &#252;berfl&#252;ssige Variante der neuen Rechtschreibung.</p>
<p>2. Bei diesem Wort wurden <em>selbst</em> und <em>st&#228;ndig</em> zusammengesetzt, und deshalb schreibt man es am besten mit Doppel-<em>st</em>, also <em>selbstst&#228;ndig</em>. Das zweite <em>st</em> wurde ja nur weggelassen, weil es der Aussprache besser entspricht und weil sich <em>stst</em> vielleicht sperriger liest.</p>
<p>Lange nach meinem Klausur-Fauxpas stie&#223; ich auf eine dritte Meinung, und die forderte mich heraus, der Sache genauer nachzugehen. Theodor Ickler behauptet in seinem Buch &#8220;Falsch ist richtig&#8221; n&#228;mlich Folgendes: <em>selbst&#228;ndig</em> und <em>selbstst&#228;ndig</em> sind keineswegs orthografische Varianten, sondern zwei verschiedene W&#246;rter. &#196;lter ist das vom Stamm <em>selb-</em> gebildete <em>selbst&#228;ndig</em>, aber auch <em>selbstst&#228;ndig</em> war zu keinem Zeitpunkt falsch und h&#228;tte schon immer als eigenst&#228;ndiger Eintrag im W&#246;rterbuch Platz finden m&#252;ssen. Ebenso seltsam findet es Ickler, dass nach der Rechtschreibreform das &#228;ltere Wort vom Bann der sich modern w&#228;hnenden Anwender getroffen wurde.</p>
<p>Ich m&#246;chte wetten, dass Sie eben dasselbe dachten wie ich nach der Lekt&#252;re: H&#246;? Zwei W&#246;rter? Und was bedeuten die dann jeweils? Diese Frage ist keinesfalls irrelevant, denn um zwei W&#246;rter annehmen zu k&#246;nnen, br&#228;uchte man auch einen erkennbaren Bedeutungs- und Gebrauchsunterschied. Vielleicht sind sie Synonyme? Ich verwende den Begriff <em>Wort</em> (bzw. <em>W&#246;rter</em>) ob der genannten Problematik im Folgenden in Anf&#252;hrungsstrichen.</p>
<h2>Ein alter Streit in der Sprachwissenschaft</h2>
<p>Die beiden „W&#246;rter“ existierten tats&#228;chlich lange Zeit nebeneinander. Und schon seit langem sind sie Gegenstand sprachwissenschaftlicher Meinungsverschiedenheiten. Zum Beispiel war man sich nicht einig dar&#252;ber, welches Wort das &#228;ltere sei. Und nat&#252;rlich das &#8220;bessere&#8221;. Das Grimm’sche W&#246;rterbuch (ab 1838) favorisierte <em>selbstst&#228;ndig</em>. Grimm war nicht gl&#252;cklich damit, dass sich die preu&#223;ische Schulorthographie gegen <em>selbstst&#228;ndig</em> entschieden hatte; in den preu&#223;ischen Rechtschreibregelungen war eine klare Entscheidung zugunsten von <em>selbst&#228;ndig</em> gefallen.</p>
<p>Auch im Duden wurde <em>selbstst&#228;ndig</em> fr&#252;her nicht gef&#252;hrt &#8211; bis zur Rechtschreibreform von 1996, die die beiden &#8220;W&#246;rter&#8221; zu gleichberechtigten orthografischen Varianten erkl&#228;rte.</p>
<h2>Fazit und mein eigener Senf</h2>
<p>Kein Wunder, dass sich Anwender mit der Auswahl von Varianten schwertun, wenn diese auch in der Sprachwissenschaft hei&#223;diskutiert sind. Diese Unsicherheiten werden naturgem&#228;&#223; auch in die W&#246;rterb&#252;cher mit hineingetragen. Ob Empfehlungen f&#252;r eine Variante das probate Mittel sind, mit solchen Zweifelsf&#228;llen umzugehen, sei grunds&#228;tzlich dahingestellt. Ich ziehe mir den Schuh als treuer Fan von <em>selbst&#228;ndig</em> nat&#252;rlich genauso an.</p>
<p>Warum ich an <em>selbst&#228;ndig</em> so h&#228;nge? Der eine Grund ist leicht vermittelt: Ich will den Lesern kein zweites <em>st</em> vors Auge schmei&#223;en, wenn’s nicht n&#246;tig ist. Das Weglassen des <em>st</em> stellt eine Leseerleichterung dar. Der zweite Grund bewegt sich im Bereich des pers&#246;nlichen Sprachempfindens: Viele der nichtsubstantivischen Zusammensetzungen mit <em>selbst</em> kann man im Regelfall erweitern und damit – mal besser, mal schlechter – paraphrasieren: Wer selbstverliebt ist, ist in sich selbst verliebt, wer selbstverantwortlich ist, zeigt sich f&#252;r sich selbst verantwortlich. Und so weiter. Bei <em>selbstvergessen</em> funktioniert die Ersetzung nicht, es hei&#223;t nicht etwa, dass man sich selbst vergisst. Aber sogar hier kann man die beiden eigenst&#228;ndigen W&#246;rter und ihren Bezug zueinander klar erkennen. Doch wie soll ich mir das bei <em>selbst</em> und <em>st&#228;ndig</em> zurechtbiegen? Zumindest sehe ich einen deutlichen Unterschied zwischen den aus <em>&#8220;selbst</em> + anderes Wort&#8221; gebildeten Zusammensetzungen und <em>selbst&#228;ndig</em>.</p>
<p>Egal, welcher Argumentation wir uns anschlie&#223;en und f&#252;r welches &#8220;Wort&#8221; bzw. welche Form wir uns entscheiden, wir k&#246;nnen zumindest nichts mehr falsch machen.</p>
<h3>Weiter- und nachlesen</h3>
<p>Ickler, Theodor: Falsch ist richtig. M&#252;nchen 2006, S. 105 &#8211; 108</p>
<p><a title="Eintrag zu &quot;selbst&quot; im Grimm'schen W&#246;rterbuch" href="http://germazope.uni-trier.de/Projects/WBB/woerterbuecher/dwb/wbgui?lemmode=lemmasearch&amp;mode=hierarchy&amp;textsize=600&amp;onlist=&amp;word=selbst&amp;lemid=GS25751&amp;query_start=1&amp;totalhits=0&amp;textword=&amp;locpattern=&amp;textpattern=&amp;lemmapattern=&amp;verspattern=#GS25751L0" target="_blank">Deutsches W&#246;rterbuch von Jakob und Wilhelm Grimm online, Eintrag <em>selbst</em></a> (ein <a title="Startseite W&#246;rterbuch von Jakob und Wilhelm Grimm" href="http://germazope.uni-trier.de/Projects/DWB" target="_blank">Projekt</a> des Kompetenzzentrums f&#252;r elektronische Erschlie&#223;ungs- und Publikationsverfahren in den Geisteswissenschaften an der Universit&#228;t Trier)</p>
<h3>Anmerkung in eigener Sache</h3>
<p><span style="font-size: x-small;">Mein herzlicher Dank geht an Dr. Olaf Krause (Universit&#228;t Hannover) und Prof. Thomas Becker von der Universit&#228;t Bamberg f&#252;r die wertvollen Anregungen zu den verschiedenen Positionen. Prof. Becker verdanke ich auch den Hinweis auf das Grimm&#8217;sche W&#246;rterbuch und einige Informationen zum historischen Abriss dieses Artikels. Nicht alle konnten verwertet werden, aber alle waren hilf- und aufschlussreich.</span></p>
<p><a class="a2a_button_printfriendly" href="http://www.addtoany.com/add_to/printfriendly?linkurl=http%3A%2F%2Fwww.keinekuhhaut.de%2F2010%2F11%2F10%2Fselbstaendig-oder-selbststaendig%2F&amp;linkname=selbst%26%23228%3Bndig%20oder%20selbstst%26%23228%3Bndig%20%26%238211%3B%20ein%20alter%20Streit" title="PrintFriendly" rel="nofollow" target="_blank"><img src="http://www.keinekuhhaut.de/wp-content/plugins/add-to-any/icons/printfriendly.png" width="16" height="16" alt="PrintFriendly"/></a> <a class="a2a_button_twitter" href="http://www.addtoany.com/add_to/twitter?linkurl=http%3A%2F%2Fwww.keinekuhhaut.de%2F2010%2F11%2F10%2Fselbstaendig-oder-selbststaendig%2F&amp;linkname=selbst%26%23228%3Bndig%20oder%20selbstst%26%23228%3Bndig%20%26%238211%3B%20ein%20alter%20Streit" title="Twitter" rel="nofollow" target="_blank"><img src="http://www.keinekuhhaut.de/wp-content/plugins/add-to-any/icons/twitter.png" width="16" height="16" alt="Twitter"/></a> <a class="a2a_button_facebook" href="http://www.addtoany.com/add_to/facebook?linkurl=http%3A%2F%2Fwww.keinekuhhaut.de%2F2010%2F11%2F10%2Fselbstaendig-oder-selbststaendig%2F&amp;linkname=selbst%26%23228%3Bndig%20oder%20selbstst%26%23228%3Bndig%20%26%238211%3B%20ein%20alter%20Streit" title="Facebook" rel="nofollow" target="_blank"><img src="http://www.keinekuhhaut.de/wp-content/plugins/add-to-any/icons/facebook.png" width="16" height="16" alt="Facebook"/></a> <a class="a2a_dd addtoany_share_save" href="http://www.addtoany.com/share_save">Link senden / Lesezeichen</a> </p>]]></content:encoded>
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		<title>Nach dem BuchSW ist vor dem BuchSW</title>
		<link>http://www.keinekuhhaut.de/2010/02/11/nach-dem-buchsw-ist-vor-dem-buchsw/</link>
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		<pubDate>Wed, 10 Feb 2010 22:17:24 +0000</pubDate>
		<dc:creator>sato</dc:creator>
				<category><![CDATA[In eigener Sache]]></category>
		<category><![CDATA[Über den Tellerrand geblickt]]></category>
		<category><![CDATA[Reflexionen]]></category>

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		<description><![CDATA[Im Zauberer von Oz &#246;ffnet Dorothy die T&#252;r zum Land jenseits des Regenbogens und staunt angesichts der farbenfrohen Welt, die sich vor ihr auftut. Jeder Schritt erweist sich als kleines Abenteuer, man wei&#223; nie genau, ob man das Richtige sagt oder tut, ist verwirrt und will eigentlich nur heim. Und dennoch kann man sich der Faszination des Ganzen nicht entziehen.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<h2>Wunderland</h2>
<p>Im<em> Zauberer von Oz</em> &#246;ffnet Dorothy die T&#252;r zum Land jenseits des Regenbogens und staunt angesichts der farbenfrohen Welt, die sich vor ihr auftut. Jeder Schritt erweist sich als kleines Abenteuer, man wei&#223; nie genau, ob man das Richtige sagt oder tut, ist verwirrt und will eigentlich nur heim. Und dennoch kann man sich der Faszination des Ganzen nicht entziehen.</p>
<p>Vielleicht sehe ich nur zu viele Filme, aber als Social-Web-Newbie f&#252;hle ich mich ein wenig wie nach Oz gewirbelt. Wie gut, dass es die gute Fee <a title="Literaturportal LOVELYBOOKS" href="http://www.lovelybooks.de/" target="_blank">LOVELYBOOKS</a> gibt, die Verlags- und Buchmenschen am letzten Freitag eingeladen hat, mit der neuen Welt des Social Web etwas vertrauter zu werden, die Vorz&#252;ge und Chancen kennenzulernen, die es bietet.</p>
<p><span id="more-2216"></span></p>
<p>Sieben Profis gaben Einblicke in ihre Social-Media-Arbeit. Sie bekannten ehrlich, dass sie keine perfekte, garantierte Werbestrategie gefunden haben, die sich in prahlenden Zahlen ausdr&#252;cken lie&#223;e. Das machte die Vortr&#228;ge sehr sympathisch.</p>
<p>Daf&#252;r waren sich die Experten einig, dass Freude und die Lust am Erkunden Voraussetzungen f&#252;r eine erfolgreiche Arbeit mit Twitter und Co. sind. Die Definition f&#252;r den Nutzen bzw. Erfolg muss dabei jeder selbst finden. Und die Tools, die einem am griffigsten in der Hand liegen, ebenso.</p>
<p><span style="color: #888888;"><strong>Fazit 1</strong></span><span style="color: #888888;"><strong>: </strong></span>Das Social Web eignet sich gut f&#252;r Spielkinder wie mich, man darf der Lust am Ausprobieren fr&#246;nen. Was nicht klappt, ist nicht automatisch ein Misserfolg, sondern Teil des Lernprozesses.</p>
<h2>Qualit&#228;t &#8211; was ist das?</h2>
<p>Etwas verwirrt hat mich die Qualit&#228;tsdiskussion zu Beginn, bei der klar wurde, dass im Social Web oft die Menge der Empfehlungen ein Wegweiser zum „Guten“ ist. Hei&#223;t das, dass wir Qualit&#228;t und Quantit&#228;t zu einem Begriff verschmelzen k&#246;nnen respektive m&#252;ssen?</p>
<p>Die schwierige Frage nach der Messbarkeit von Qualit&#228;t kann und will ich nicht beantworten. Mir geht es ja selbst auch so, dass ich schaue: Wie viele Kommentare stehen in dem Blog, das ich gerade angesurft habe? Wo ist es bei Google platziert? (Ich h&#228;tte es in aller Regel nicht mal gefunden, wenn es auf Seite 450 st&#252;nde …). Wie viele Menschen sprechen gut dar&#252;ber? Wie viele Follower hat Twitterer XY? Andererseits habe ich erst k&#252;rzlich wieder erlebt, dass die subjektiv empfundene Qualit&#228;t eines Tausend-plus-Twitter-Accounts mir gar nicht schmeckte. Und manches entdeckt man nur beim Tiefseegoogeln.</p>
<p><span style="color: #888888;"><strong>Fazit 2</strong></span><span style="color: #888888;"><strong>:</strong></span> Das Social Web erm&#246;glicht auch das Gegenteil der &#8220;Quantlit&#228;t&#8221;: n&#228;mlich die Entdeckung und die Weitergabe dessen, was sich jenseits des Z&#228;hlbaren befindet. Dass auch dies in Empfehlungen m&#252;nden kann, ist ja nicht schlecht.</p>
<h2>Welches Medierl h&#228;tten’s denn gern?</h2>
<p>Twitter, Facebook, XING, MeinVZ, FriendFeed, Formspring.me, Twick.it, das brandneue Google Buzz und, und, und: Hilfe! Die Gratwanderung zwischen „Ich brauch den ganzen Mist nicht“ und „Ich muss &#252;berall drin sein“ l&#228;sst sich nach meiner schmalen Erfahrung meistern, indem man im eigenen Tempo erkundet, womit man am besten klarkommt, was zu einem selbst und zur Webpr&#228;senz passt.</p>
<p>Mit Twitter werde ich gerade warm. Mal eine Befindlichkeit loswerden, ein Scherzchen machen, gute Links entdecken, Rechtschreibfragen kl&#228;ren, Menschen und Projekte kennenlernen, Tipps geben und vieles mehr l&#228;sst sich mit 140 Zeichen realisieren. Manchmal ist das knifflig, denn nicht alles, was man retweeten oder kommentieren m&#246;chte, eignet sich als 140-Zeilen-Nachricht. Wieder was gelernt.</p>
<p>Ich musste in den letzten Tagen &#246;fter an den &#8220;KrimiFranz&#8221; und die morgendliche Kaffeetasse vorm Computer denken. Der Anstieg von drei auf derzeit 36 Follower bei Twitter f&#252;hlt sich toll an, hat mich aber zun&#228;chst vor neue Rezeptions-Herausforderungen gestellt. Es spielt sich so langsam ein und macht richtig Spa&#223;. Bleibt nur die Frage: Wie bekommen das eigentlich diejenigen mit 500 oder gar 1000 Followern auf die Reihe? Sollte ich jemals in diese Sph&#228;ren gelangen, werde ich berichten.</p>
<p>Facebook hat f&#252;r mich weiterhin einen hohen Nervfaktor und zu wenig Perspektive, f&#252;r die &#8220;kuhhaut&#8221; sinnvoll genutzt zu werden. Momentan nutze ich den Account eher, um zum Beispiel &#252;ber die <a title="BuchSW auf Facebook" href="http://www.facebook.com/BuchSW" target="_blank">BuchSW-Seite</a> auf dem Laufenden zu bleiben, was auch kein schlechter Grund ist, dort zu verweilen. Morgen kann &#252;brigens schon wieder alles anders sein.</p>
<p><span style="color: #888888;"><strong>Fazit 3:</strong></span> Im Social Web sind die Beine dem Weg zum Ziel immer noch n&#228;her als der Kopf.</p>
<h3>Weiterlesen</h3>
<p>Auf der <a title="LOVELYBOOKS-Seite zum Event &quot;Social Web&quot;" href="http://www.lovelybooks.de/aktion/buch-socialweb" target="_blank">Event-Seite von LOVELYBOOKS</a> findet sich alles, was das Herz begehrt: Ausschnitte vom Livestream, die gerettet werden konnten; Berichte; Nachbetrachtungen; das Programm; die Teilnehmerliste etc.</p>
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